„Unsere Hündin Nami haben wir im Dezember 2010 aus dem Tierheim geholt. Sie ist ein Jagdhund-Mischling und wurde von einer Tierschutzorganisation mit vier Jahren von Kreta nach Bad Tölz gebracht. Bevor sie uns sozusagen adoptiert hat, sind wir ein halbes Jahr mit Ihr und anderen Tierheim-Hunden Gassi gegangen. Wir haben Nami als in sich gekehrten Hund kennengelernt, der möglichst keinen Bezug zum Menschen wollte. Beim Gassi gehen ist sie stur geradeaus gelaufen und hat uns hinter sich her gezogen. „Dieser Hund wird wohl nie ohne Leine sein können, ohne abzuhauen“, sagte man zu uns. Im Tierheim hatte sie bereits einige Ausbruchsversuche hinter sich. In der Wohnung verhielt sie sich ruhig und konnte auch allein bleiben.
Aber was sie gar nicht in ihrem neuen Revier duldete, waren fremde Menschen. Vor allen hat sie uns verteidigt – und sogar meine Eltern angeknurrt, auch wenn sie sonst sehr freundlich zu Ihnen war. Beim Spazierengehen wurde sie zwar ruhiger, hat aber nicht auf uns reagiert.
Professionelle Hilfe musste geholt werden. Nach dem Kennenlernen und Besprechen unserer Wünsche und Ziele hat Stephanie uns einen Plan ausgearbeitet mit Übungen und Hausaufgaben, die wir ohne sie trainieren sollten. Auch das Problem mit den Eltern haben wir gleich angesprochen …Das erste Training war beim Spazierengehen mit dem Ziel, dass Nami nicht mehr an der Leine zieht, sondern entspannt neben uns geht. Als Nächstes ging es darum, die Aufmerksamkeit des Hundes auf uns zu richten, so dass wir Befehle nicht mehr wiederholt geben müssen. Nach zwei Wochen täglicher Übung haben wir uns beim nächsten Training stolz präsentiert. Jetzt ging es ans Eingemachte: Die Leine kam weg. Zwar hatten wir Nami schon im Garten und vertrauter Umgebung frei laufen lassen, doch so ganz im Freien war uns etwas mulmig zumute. Stephanie hat uns Übungen gezeigt, bei denen sich der Hund langsam immer weiter von uns entfernen konnte und natürlich freiwillig wieder zurückkam. Nach weiteren zwei Wochen intensiven Übens trafen wir uns zum dritten Mal. Das Gehen an der Leine und das freie Laufen funktionierten schon super. Aber im Laufe der Zeit hatte sich gezeigt, dass unsere Hündin Probleme mit anderen Hunden hat – vor allem mit schwarzen Hündinnen. Doch auch hier hatte Stephanie die Lösung parat. Manche Hunde kann Nami zwar heute noch nicht leiden – aber wir können Ihre Reaktion besser einschätzen und steuern…Wir wollten Nami mit in den Urlaub in die USA nehmen.
Man möchte es kaum glauben: Nach nur drei Trainings-Einheiten hatten wir den für uns perfekten Hund – obwohl wir Kurse wie Welpentraining oder Hundeschule vorher nie besucht hatten.
Nach eineinhalb Jahren stand das nächste Abenteuer bevor: Wir wollten Nami mit in den Urlaub in die USA nehmen. Es ging ums Gewöhnen an die Transportbox, die nötigen Tierarzt-Untersuchungen, Formulare für den Flug, Einreise in die USA und Vieles mehr, z.B. Leinenpflicht in bestimmten Gebieten. Stephanie hat uns perfekt vorbereitet. Die Zollbeamten haben uns sogar für die vorbildliche Vorbereitung gelobt :-)Die vierwöchige Reise war ein Traum.
Liebe Stephanie, vielen Dank nochmal für Deine Hilfe. Und falls mal wieder ein Problem auftaucht, mit dem wir alleine nicht zurechtkommen, wissen wir ja, an wen wir uns wenden können.“